Einen Erlös von 4651,96 Euro brachte der Frühlings- und Os­termarkt in der Luitpold-Grundschule Bad Aibling. Dieser kommt dem Waisenhaus von Schwester Mary in Nigeria zu­gute. Anfang des Schuljahres 2017/18 hatte Schwester Mary alle Klassen der Schule besucht und den Kindern einen Überblick darüber gegeben, was sich im Waisenhaus in Ni­geria alles getan hat. Sie tanzte auch mit den Schülern zu afrikanischer Musik. Nun war eine Woche lang für den Früh­lings- und Ostermarkt eifrig gebastelt, geköchelt und gewerkelt worden. Dabei entstanden lauter kleine Kostbarkei­ten, die die Klassen dann in der Schule verkauften: Oster­kränze und -eier, Anhänger, Dekorationen für innen und außen, Grußkarten, natürliche Pflegeprodukte mit Zutaten aus dem Schulgarten und vieles mehr. Der Elternbeirat sorg­te für die Verpflegung in Form von selbst gemachten Ku­chen und Fingerfood, kalten Getränken und Kaffee. Der Frühlings- und Ostermarkt selbst lockte zahlreiche Besucher an, die kaufkräftig im.Schulhaus unterwegs waren. – Artikel Mangfallbote Ostern 2018

Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule

Wenn man die zahlrei­chen wohltätigen Pro­jekte aufzählt, die in Kolbermoor laufen oder von Kolbermoor aus un­terstützt werden, so sieht man die überaus große Hilfs- und Spen­denbereitschaft der Be­völkerung. Eines dieser Projekte hat sich in letz­ter Zeit ganz besonders erfreulich entwickelt: das Waisenhaus von Schwester Mary Augus­tina Uyanne in Atani/Nigeria, das von För­derverein „Madonna Angels“ von hier aus unterstützt wird.
VON LEONHARD SEDLBAUER

Kolbermoor – Das Projekt hatte im Jahr 2003 seinen Anfang genommen. Nach der Gründung des Fördervereins und der Ubernahme der Schirmherrschaft des Projek­tes durch Bürgermeister Pe­ter Kloo waren noch viele Probleme zu lösen und auch Rückschläge hinzunehmen, ehe im Jahr 2014 die Einwei­hung des Hauses stattfinden konnte. Auch weiterhin sind jedoch viel Arbeit und Geld zu investieren, um einen Weiterbetrieb des Waisen­hauses garantieren zu kön­nen. Daher ist es Schwester Mary und ihrem Team vom Förderverein immer ein An­liegen, die Spender und Interessierten aus Kolbermoor und Umgebung über den Fortgang des Projektes zu in­formieren. Ein solcher Info­nachmittag fand jetzt wieder im Pfarrsaal der Heiligen Dreifaltigkeit statt.
Vorsitzender Helmut Kaps hatte dazu die überaus zahl­reich erschienenen Förderer und Besucher, unter ihnen auch Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand, begrüßt, be­vor die Zweite Vorsitzende der „Madonna Angels“, Ma­rianne Mayer, erklärte, war­um im vergangenen Jahr kein Infonachmittag stattfinden konnte: Bedingt durch eine Falschanzeige wurden Schwester Mary und ihre Mitarbeiter in einer Nacht­und-Nebel-Aktion im vergangenen Jahr verhaftet, das Heim wurde geräumt. Nur durch die tatkräftige Hilfe von Freunden und Verwand­ten vor Ort konnte Schlim­meres verhindert werden. In­zwischen sei die Verleum­dung von den Behörden glücklicherweise als solche erkannt worden und die Re­gierung habe die Erlaubnis zum Weiterbetrieb des Wai­senhauses gegeben.
Marianne Mayer berichtete dann in einem ausführlichen Lichtbildervortrag über die aktuelle Situation. Zurzeit beherbergt das Haus insge­samt 34 Kinder, vom Säug­ling bis zum Jugendlichen. Mittlerweile würden auch oft junge Schwangere aufgenom­men, die von ihren Familien verstoßen wurden und die in ihrer Heimat sonst keine Möglichkeiten hätten, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Durch den Einsatz von Schwester Mary, ihren Hel­fern und einer Hebamme, die für das Heim arbeitet, könne eine Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet wer­den. Zwar mache die in Afri­ka allgemein hohe Säuglings­sterblichkeit auch vor dem Waisenhaus nicht halt, es konnten durch die guten hy­gienischen Standards und die Betreuung jedoch schon viele Kinder gesund aufwachsen. Diese wurden teilweise über Jahre betreut und sind heute nicht selten tatkräftige Mitar­beiter des Hauses.

Freuten sich über den Erfolg in Nigeria - und das große Interesse im P1arrsaal Heilige Dreifaltigkeit. Unser Bild zeigt (von links) Marianne Mayer, Sabine Kaps, Helmut Kaps, Pfarrer Scheurenbrand, Schwester Mary und lrmi Glas. Das Ehe­paar Kaps, Marianne Mayer und lrmi Glas bilden die Vorstandschaft des Fördervereins.
Freuten sich über den Erfolg in Nigeria – und das große Interesse im P1arrsaal Heilige Dreifaltigkeit. Unser Bild zeigt (von links) Marianne Mayer, Sabine Kaps, Helmut Kaps, Pfarrer Scheurenbrand, Schwester Mary und lrmi Glas. Das Ehe­paar Kaps, Marianne Mayer und lrmi Glas bilden die Vorstandschaft des Fördervereins. – Foto Sedlbauer

Neben einem Waisen- und Kinderheim, einem Geburts­- und einem Frauenhaus ist die Einrichtung aber längst auch eine Anlaufstelle für die vielen Armen der Region geworden. Einmal in der Wo­che veranstaltet Sschwester Mary mit vielen Unterstüt­zern auch eine Armenspei­sung in den Nachbargemein­den. Für Kinder, die im Heim gelebt haben und die nun wieder bei ihren Familien wohnen, wird darüber hin­aus das für viele Nigerianer nicht aufzubringende Schul­geld bezahlt.

Viele berührende Einzel­schicksale steckten hinter den Bildern, die den Teilneh­mern der Versammlung ge­zeigt wurden, aber es gab auch ermutigende Berichte über Hilfen, die in vielen Fäl­len erfolgreich waren. Dass solche Hilfen auch in Zu­kunft übernommen werden können, dafür sorgen die vie­len Spender aus Kolbermoor, die teilweise auch symboli­sche Patenschaften für Kin­der aus dem Waisenhaus übernommen haben.
Dass mit der Hilfe der Kol­bermoorer über die Jahre die stolze Summe von 300 000 Euro zusammengebracht werden konnte und somit das einzige Waisenhaus in ganz Nigeria, das europäi­sche Standards hinsichtlich Hygiene und Versorgung er­füllt, errichtet werden konn­te, hob Schwester Mary im Gespräch mit Besuchern im­mer wieder mit besonderem Dank hervor. Um auch in an­deren Regionen diese Ent­wicklung voranzutreiben, wurde in Nigeria eigens ein Waisenhausverband gegrün­det, dessen Vorsitzende Schwester Mary seit einiger Zeit ist.
,,Ein Kind zu retten, be­deutet die Welt zu retten!“: Diesen Ausspruch von Fjo­dor Dostojewskij haben sich die Mitglieder des Förderver­eins zum Motto gemacht. Die ,,Madonna Angels“, ihr Pro­jekt und alle Kolbermoorer mit ihren Spenden setzen, das wurde bei dieser Veran­staltung deutlich, wirksam in die Tat um, was in der heuti­gen Zeit immer mehr an Be­deutung gewinnt. Sie leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“ – und bekämpfen damit die Armut als eine der häufigsten Fluchtursachen.

Eine Sendung moderiert von Carolin Reiber mit Themen Rund um das Mangfallgebirge und den Wendelstein.

Am 13.4.2011 wird im Bayerischen Fernsehen die nächste Sendung in Rahmen der Reihe Bayerntour um 20.15 Uhr zur besten Sendezeit ausgestrahlt.

Vor ca. 2. Wochen klingelte bei uns das Telefon und Herr Kolb vom BR-Redaktionsteam dieser Sendung bat uns überraschend, mit Schwester Mary ins Panoramarestaurant auf dem Wendelstein zu kommen. Die Redaktion ist beim Themensammeln für Beiträge zur Sendung mit besonderen Menschen und Aktionen in der Gegend am Fuße des Wendelsteines auf einen Artikel der Mangfall-Redaktion des Oberbayerischen Volksblattes gestoßen, der am 24.12. 2010 über das Waisenhausprojekt und seinen inzwischen beachtlichen Fortschritt in Nigeria berichtete. Das BR-Team hatte auch erfahren, dass sich Mary zur Zeit wieder in Kolbermoor aufhält und möchte ein persönliches Interview mit Mary und jemand aus unserem Unterstützungsverein machen.

Etwas aufgeregt und mit Lampenfieber trafen sich Sr. Mary, Sabine und Helmut Kaps an der Talstation Brannenburg der Wendelstein Zahnradbahn am Freitag dem 1.April mit dem Bayerntourteam und fuhren bei strahlendem Sonnenschein in einem vom BR arrangierten Sonderzug, voll mit den anderen Teilnehmern der Sendung am späten Nachmittag Richtung Aussichtsplattform und Bergrestaurant.

Das Team um Moderatorin Carolin Reiber war schon vorausgefahren und begrüßte uns persönlich bei herrlichem Ausblick herunter auf unsere heimatliche Gegend. Nach den ersten Informationen zum geplanten Interview wurden Mary und Sabine telegen von den Maskenbildnern geschminkt und vom Team in den Verlauf der Aufzeichnung eingeweiht. In geselliger Runde zwischen den anderen Mitwirkenden der Sendung, gemütlich bei einer Erfrischung und bestem Blick auf das Bergpanorama des Mangfallgebirges konnten wir die Entstehung einer Fernsehsendung live miterleben und warteten auf den Einsatz.

Unter der professionellen Leitung des Regisseurs und der großen Erfahrung von Carolin Reiber wurde das Interview aufgezeichnet. Durch die freundliche und lockere Art der Fernsehprofis wich schnell das Lampenfieber und ein locker wirkendes Gespräch der 3 Damen war das Ergebnis, durch das alle Zuseher interessante Details aus dem Mund von Sr. Mary und Sabine erfahren werden. Nach Ende der Aufzeichnung konnten wir ein Erinnerungsfoto mit Mary, Carolin Reiber und Sabine machen, das wir auch für unsere weitere Öffentlichkeitsarbeit verwenden können. Frau Reiber sagte, für Sie sei es eine Selbstverständlichkeit so ein Projekt unterstützen zu können und das gesamte Redaktionsteam bedankte sich bei uns, dass wir an der Sendung teilgenommen haben. Im Gegenzug bedankten auch wir uns, dass uns das Bayerische Fernsehen diese einmalige Gelegenheit geboten hat, uns öffentlich so positiv präsentieren zu können.

Nach dem überwältigenden Blick in einen blutroten Sonnenuntergang über der Bergwelt des Wendelsteins, den man nur an einzelnen Tagen in den Bergen erleben kann, sind alle in einer gut gelaunten Runde wieder mit der Zahnradbahn talwärts gefahren.

Mit Hilfe des Kolbermoorer Fördervereins kommt Schwester Marys Waisenhaus in Nigeria Schritt für Schritt voran

Kolbermoor – Nachdem Schwester Mary im Dezember 2008 mit vielen guten Wünschen und Spendengeldern nach Nigeria zurückgekehrt war, hat sie mit ganzer Kraft die Fertigstellung des seit langem geplanten Waisenhauses in Angriff genommen. Obwohl sie bis auf die Unterstützung ihrer Familie völlig auf sich allen gestellt war, schaffte sie es, ein Stockwerk im Waisenhaus komplett fertig zu stellen. Mittlerweile sind alle Fenster und Türen eingebaut, es ist alles verputzt, es sind Treppengeländer und Schutzgitter angebracht. Die Umgrenzungsmauer ist auch zu Hälfte fertig gestellt.

Wie der Kolbermoorer Förderverein „Madonna Angels“ berichtet, bekommt Schwester Mary von der reichen Bevölkerungsschicht in Nigeria keinerlei Unterstützung; außerdem war sie schwer erkrankt.

Als großes Glück beschreibt sie aber nun die Geburt des ersten Kindes im Waisenhaus Madonna Angels. Ein 17-jähriges Mädchen, das wegen der Schwangerschaft von seiner Familie verstoßen wurde, wandte sich an Schwester Mary und wurde im Waisenhaus aufgenommen. Mit Hilfe einer Hebamme und Schwester Mary brachte sie einen gesunden Buben zur Welt, der auf den Namen Peter getauft wurde. Er wird derzeit in Marys Abwesenheit von Marys Familie versorgt, da seine Mutter mittlerweile wieder verschwunden ist. Für den Unterhalt kommt momentan Schwester Mary selbst auf.

„Unser Bürgermeister Peter Kloo, der dem Förderverein auch verbunden ist, wird durch eine Spende für die Versorgung des kleinen Peter für das nächste Jahr sorgen“, erklärte der Verein. Schwester Mary ist für kurze Zeitnach Deutschland zurückgekehrt, um hier zu arbeiten und wieder Geld zu verdienen, da im Waisenhaus noch so vieles fehlt und zu machen ist. Auch bat sie den Förderverein und die Bevölkerung um Mithilfe.

Im Januar 2010 wird in der Kirche Wiederkunft Christi eine Ausstellung vorbereitet, mit Bildern und Berichten über den Fortschritt im Waisenhaus. Sicherlich wird es auch einige Aktionen geben, damit Mary im Frühjahr 2010, wenn sie nach Nigeria zurückkehrt, wieder weitermachen kann. re