Nachdem Sr. Mary Augustina heuer im August in Kolbermoor war und wegen Urlaub und Ferien kein Info-Tag stattfinden konnte wollen wir hiermit die Gemeinde über das Projekt in Nigeria informieren.

Kinder im Waisenhaus - Madonna Angels
Kinder im Waisenhaus – Madonna Angels

Durch die überaus große Bereitschaft der Kolbermoor, besonders der beiden Pfarrgemeinden, ist das Kinder- und Waisenhausprojekt in Atani mittlerweile zum Vorzeigeobjekt geworden.

Sr. Mary hat einen neuen Orden gegründet, die „Missionarinnen von Maria,  Mutter der Zuflucht.“

Kinder im Waisenhaus - Madonna Angels
Kinder im Waisenhaus – Madonna Angels

Sie hat bereits 13 Schwestern und Postulantinnen, die ihr bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben behilftlich sind. 2 Schwestern arbeiten außerhalb und tragen zum Aufbau der Schwesterngemeinschaft auf diese Weise bei. Schwester Mary ist sehr glücklich über diese Fügung.

Missionarinnen von Maria,  Mutter der Zuflucht - Schwesternn
Missionarinnen von Maria, Mutter der Zuflucht

Alle Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule. 3 Mahlzeiten am Tage sind in Afrika nicht üblich genau wie eine umfassende medizinische Versorgung. Dank unserer Paten und Spender kann Sr. Mary den Kindern eine unbeschwerte Zeit ermöglichen. 3 der Jungs sind seit Mai ganz stolze Ministranten. Zur Zeit leben über 50 Kinder , Mitarbeiter und Schwestern im Heim, es sind fast 80 Personen. Wöchentlich machen die Schwestern eine Armenspeisung und arbeiten in der Pfarrei mit.

Das Heim und Sr. Mary und die Schwestern sind für alle Menschen in der Region eine große Bereicherung. Eine Oase der Hilfe und Barmherzigkeit, nicht nur für die Bedürfnisse des Körpers auch für Seele und Geist.

Kinder im Waisenhaus - Madonna Angels
Kinder im Waisenhaus – Madonna Angels

Leider hat im September wieder eine Flutkatasprohe in der Region  Onugu die Menschen in Schrecken und Not versetzt. Das Haus war geflutet, nur war es diesmal nicht so schlimm als das letzte Mal und die Schäden halten sich in Grenzen. Die Kinder und Schwestern mussten auch nicht evakuiert werden.

Sr. Mary bedankt sich für die materielle Unterstützung aber auch für die vielen Gebete, mit der die Kolbermoorer Freunde ihre Arbeit  unterstützen.

Rund 400 Schüler der Grund- und Hauptschu­le St. Georg in Bad Aibling waren dazu aufge­rufen, für einen guten Zweck in ihre Laufschu­he zu steigen. Beim so­genannten „Solidaritätslauf“ in Willing drehten die Kinder und Jugendlichen auf einer 400-Meter-Strecke ihre Runden und wurden für jede absolvierte Bahn durch Sponsoren mit einem festen Geldbetrag unterstützt.

Bad Aibling – Durch kräftige Mithilfe einiger gewerblicher Sponsoren, die für die Ver­pflegung auflrnmen, und so­gar mitlaufender Polizeibe­amter kam so die Summe von 16300 Euro zusammen. Die Schüler selbst konnten im Anschluss aus vier ver­schiedenen Alternativen aus­wählen, welches karitative Projekt mit diesem Geld un­terstützt werden sollte. Rela­tiv eindeutig entschied man sich zugunsten des Hilfsprogramms der nigerianischen Ordensschwester Mary Au­gustina Uyanne, die in der Ortschaft Atani im Süden des afrikanischen Landes ein Waisenhaus erbaut hat und dieses seit einigen Jahren er­folgreich betreibt. Gemein­sam mit lrmi Glas vom Kol- bermoorer Förderverein „Madonna Angels“ war Schwester Mary, die sich der­zeit in Deutschland aufhält, in die Turnhalle der Schule gekommen, wo im Rahmen einer kleinen Feierstunde der Scheck über die Spenden­summe übergeben wurde. Nach der schwungvollen Einführung durch eine fünfte Klasse, die eigens eine Trom­mel-Choreografie einstudiert hatte, begrüßte Rektor Wolf­gang Baumann die anwesen­den Schüler und Kollegen und dankte allen Unterstüt­zern für ihren großen Ein­satz. Auch lrmi Glas zeigte sich begeistert über den Empfang und berichtete den Kindern und Jugendlichen aus der Geschichte des Wai­senhauses, das 2014 einge­weiht wurde. Zurzeit bietet es 42 Kindern und zehn schwangeren Frauen ein ge­sichertes Heim, in dem sie regelmäßig mit Mahlzeiten und medizinischer Betreuung versorgt werden.

Die versammelte Schülerschaft bei der Spendenübergabe.
Die versammelte Schülerschaft bei der Spendenübergabe. – Foto Sedlbauer

Für die laufenden Kosten, die Entlohnung des Perso­nals und die Bereitstellung von Hilfsgütern kommt der Förderverein „Madonna An­gels“ derzeit mit mehreren 1000 Euro pro Monat auf. Auch eine gute Schulbildung und damit die Chance für ei­ne bessere Zukunft sollen den Kindern in Atani da­durch ermöglicht werden. Hierzu ist derzeit der Bau ei­nes eigenen Kindergartens geplant, für den nun auch die Spendengelder aus Bad Aib­ling verwendet werden. An­stelle der bisher als Kinder­garten genutzten Bauruine, die über praktisch keine Aus­stattung an Spiel- und Lern­geräten verfügt und noch da­zu in einem gefährlichen Be­zirk gelegen ist, ·wird auf ei­nem bereits erworbenen Grundstück eine sichere, so­lide gebaute und gut versorg­te Einrichtung entstehen.

Übergabe des Spendenschecks durch die Schüler mit der längsten Laufstrecke an lrmi Glas und Schwester Mary.'
Übergabe des Spendenschecks durch die Schüler mit der längsten Laufstrecke an lrmi Glas und Schwester Mary. – Foto Sedlbauer

,,Wir möchten zusehen, dass möglichst viele unserer Kinder in diesen Kindergar­ten und dann in die Schule gehen können“, zeigte sich Schwester Mary in ihren Worten an die versammelten Schüler optimistisch. Sicht­lich bewegt von der freundlichen Aufnahme und der großzügigen Spendensumme stimmte die Ordensfrau spontan mit den Kindern ein Lied an und dankte den Ver­antwortlichen mehrfach für ihr Engagement.

Schwester Mary bedankt sich gemeinsam mit lrmi Glas vom Förderverein bei den Unterstützern.
Schwester Mary bedankt sich gemeinsam mit lrmi Glas vom Förderverein bei den Unterstützern. – Foto Sedlbauer

Als kleine Anerkennung seitens des Fördervereines und stellvertretend für die Leistung aller Schüler erhiel­ten im Anschluss diejenigen Läufer, die in ihrer Jahr­gangsstufe die weiteste Stre­cke absolviert hatten, eine Dankesurkunde und einen“Eisgutschein“. Der Lehrerchor der Schule setzte mit einem afrikanischen Lied den Schlusspunkt unter die Veranstaltung.
Mangfallbote sel

Ihr Projekt „Madonna Angels“ ist ein Licht­blick für verwaiste Kin­der in Nigeria – doch nicht nur ihr Projekt. Schwester Mary selbst gibt den vielen im Elend geborenen Kindern Hoffnung, Stärke, Halt. Zur Zeit ist die-beein­druckende und überaus bescheidene Ordensfrau zu Gast bei ihren Freun­den in Kolbermoor.
VON EVA-MARIA GRUBER

Kolbermoor – Im Traum sei ihr der Herr erschienen und habe zu ihr gesagt: ,,Mary, hilf den Kindern.“ Sie habe in diesem Traum Gott ge­spürt, ihn und die Kinder ru­fen gehört.
Schwester Mary hat sich diesem Ruf gestellt. Ein Ruf, der nicht leicht war und ist, wie sie bei ihrem Besuch in der Redaktion des Mangfall­boten in Kolbermoor gesteht. Gottes Wege sind mit He­rausforderungen verbunden -Herausforderungen, die mit­unter sogar den Einsatz des eigenen Lebens fordern. So ist in ihren Erzählungen vom Alltag in Nigeria von Entfüh­rung, von Tod, von Miss­brauch die Rede, aber auch von großer Freude und von den vielen Talenten, die in den Kindern stecken – und die die Ordensschwester zu­samen mit ihren 13 Mit­schwestern durch Schulbil­dung wecken und fördern will. ,,Bildung ist das Funda­ment“, sagt Schwester Mary resolut.

Von Gott berufen, Kindern u helfen: Schwester Mary mit ihrer Freundin Marianne Mayer, die seit Jahren afs zweite Vorsitzende im Verein „Madonna Angels" tätig ist- und das Waisenhaus in Nigeria schon besucht hat.
Von Gott berufen, Kindern u helfen: Schwester Mary mit ihrer Freundin Marianne Mayer, die seit Jahren afs zweite Vorsitzende im Verein „Madonna Angels“ tätig ist- und das Waisenhaus in Nigeria schon besucht hat. – Foto GE

Wer auf die elenden Le­bensbedingungen in Nigeria blickt, den wundert nicht, dass Schwester Mary mit ih­rem Projekt „Madonna An­gels“ inzwischen zu einer Art Ikone in der Stadt Atani ge­worden ist. Buchstäblich mit nichts ist sie in diese Stadt aufgebrochen und hat sich den verwaisten Kindern zu­gewandt. Inzwischen leben 44 davon in der Obhut der Schwester. Das Waisenhaus sei nach europäischem Stan­dard gebaut, führt Marianne Mayer aus, was es erheblich unterscheidet von den umlie­genden Bauten. Mayer weiß, wovon sie spricht, hat sie doch ihre Freundin in Nige­ria besucht, sich selbst ein Bild von den dortigen Zu­ständen gemacht. Beeindru­ckend und belastend sei das Erlebte, betont Mayer. Belas­tend deshalb, weil die Kluft zwischen dem Leben hier in Europa und dem Leben dort in Nigeria größer nicht sein könnte. ,,Wir leben hier im Paradies – aber ein Paradies, das auf den Rücken anderer aufgebaut ist“, so Mayer.

„Madonna Angels“ ist ein Projekt, das 2003 von Schwester Augustina Uyanne ins Leben gerufen wurde. Mit Hilfe von Spenden errichtete sie in ihrer Heimat, der Erz­diözese Onitsha, ein Waisen­haus – das einzige in der gan­zen Umgebung. In Ogbaru (Onitsha) leben, wie in ganz Nigeria, 70 Prozent der Be­völkerung in Armut. Flie­ßend Wasser und ausrei­chend Nahrung sind Luxus­güter, die sich nur ein gerin­ger Teil der Bevölkerung leis­ten kann. Mit fast vier Millio­nen Aidskranken und auf­grund mangelnder medizini­scher Versorgung liegt die durchschnittliche Lebenser­wartung in Nigeria bei 49 Jahren. Viele Kinder haben ihre Eltern durch Aids oder andere Krankheifen verloren. Sie leben als Vollwaisen auf der Straße. Um ihnen eine Perspektive für die Zukunft und ein sorgendes Zuhause zu geben, sammelt Schwester Mary in Deutschland für den Bau und den Unterhalt des Waisenhauses „Madonna Angels Orphanage Horne“.
Seit 2003 unterstützen die Kolbermoorer die Schwes­tern in Nigeria. Den Erstkon­takt knüpfte damals Kathari­na Hauser, 2007 wurde der Verein „Madonna Angels“ in Kolbermoor gegründet. Jetzt konnten Spendenquittungen ausgestellt werden – und die Bereitschaft zu spenden war und ist in Kolbermoor groß. Inzwischen sind schon rund 360 000 Euro zusammen ge­kommen. Über 20 ständige Patenschaften ermöglichen nachhaltig den Betrieb des Waisenhauses. Wer jetzt glaubt, Schwester Mary sieht sich nur noch als Verwalterin des bisher Geschaffenen, hat sich getäuscht: Als nächstes Projekt will die Ordensfrau einen Kindergarten bauen -ebenfalls nach europäischen Standards, denn der Kinder­garten der Stadt ist „eine Be­tonruine mit ein paar Plastikstühlen direkt neben der Hauptstraße“, weiß Marian­ne Mayer. Beim Lebenslauf für Schwester Mary, der kürzlich in Bad Aibling statt­fand, wurden hierfür schon 16 000 Euro gesammelt.

Ja, und dann muss die Mis­sionsschwester noch vom zu­ständigen Bischof die Zu­stimmung für ihren neu ge­gründeten Orden „Missions­schwestern von Maria, Mut­ter der Zuflucht“ bekommen. Die Konstitution ist schon ausgearbeitet, liegt dem ho­hen Würdenträger vor und wurde schon befürwortet.
Woher sie die Kraft für ihre großen Aufgaben nimmt? Lächelnd deutet sie mit dem Zeigefinger nach oben und verweist auf die Bibel. Trost und Zuversicht schöpfe sie aus dem Gleichnis vom Gericht des Menschensohns über die Völker (Matthäus 25, 31 ff): ,,Amen, ich sage euch: Was ihr für einen mei­ner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Mit dem Wissen um die gu­te Führung Gottes bricht Schwester Mary Ende August wieder auf zu den Waisen­kindern – sie weiß, sie ist nicht allein: Auch die Kol­bermoorer stehen ihr zur Sei­te.

Eines der größten Aus-. hängeschilder karitati­ven Engagements in Kolbermoor ist wohl
seit nunmehr 14 Jahren das Waisenhausprojekt, das Schwester Mary Au­gustina Uyanne in der Ortschaft Atani im südli­chen Nigeria leitet. Zahlreiche Hilfen, Pa­tenschaften und gute Wünsche von Kolber­moorer Bürgern haben zum Gelingen des Pro­jektes beigetragen und begleiten es bis heute.
VON LEONHARD SEDLBAUER

Ebenso leben wie schon seit einigen Jahren auch obdach­lose schwangere Frauen und junge Mütter im Heim, dazu kommen noch einige Helfer und Mitarbeiter.
Besonders froh ist Schwes_ter Mary, dass die älteren Heimkinder ebenfalls tatkräf­tig mit anpacken und sich vor allem um die jüngeren Kinder kümmern. Bei einem derart großen Projekt, wie es das Waisenhaus mit all sei­nen Angeboten und Einrich­tungen ist, stellt sich für die umsichtigen Verantwortli­chen naturgemäß immer auch die Frage nach der Zu­kunft.

Waisenhaus mit Kindern
Waisenhaus mit Kindern

Nachfolge von Schwester Mary bereits geklärt

Trotz der großen Hitze war der Pfarrsaal Heilige Dreifaltigkeit voll besetzt, als mit Hilfe des Fördervereins „Waisenhaus Madonna Angels“ die Pfarrei ein Benefizkonzert zugunsten des Projekts von Schwester Mary in Nigeria gab. Zwischen den einzelnen Darbietungen wurden Bilder vom Baufortschritt des Waisenhauses und vom Alltag der dort lebenden Kinder gezeigt.

Kolbermoor – Seit 2003 sammelt Schwester Mary durch den Förderverein Madonna Angels mit Vorsitzendem Helmut Kaps Spenden für den Bau des einzigen Waisenhauses in ihrer Heimat, der Erzdiözese Onitsha. Der Förderverein ist ein privater, gemeinnütziger, politisch und konfessionell unabhängiger Verein, der mit ehrenamtlichen Helfern unter der Schirmherrschaft des Kolbermoorer Bürgermeisters Peter Kloo arbeitet. Immer wieder kommt Schwester Mary, die in Nigeria sowohl den Bau kontrolliert als auch das Heim leitet, nach Kolbermoor, um durch Arbeit im Bereich der Altenpflege zusätzlich Geld für ihr Projekt zu verdienen. Außerdem versucht die Ordensschwester dabei, neue Paten für die armen Kinder in ihrer Heimat zu gewinnen.

Wie wichtig solche Patenschaften für die kleinen Heimbewohner (momentan sind 27 Kinder dort untergebracht) sind, stellte Marianne Mayer, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, im Pfarrheim heraus: Alleine das Schulgeld pro Kind beträgt sieben Euro im Monat. Neun Helfer, die Tag und Nacht arbeiten, hat Schwester Mary derzeit im Heim beschäftigt. Sie verdienen 30 Euro im Monat.

Marianne Mayer hatte Schwester Mary und „ihre Kinder“ vor einiger Zeit in Nigeria besucht. Sie hat viele Bilder und bewegende Eindrücke von ihrer Reise mit nach Hause genommen. Jetzt zeigte sie den Besuchern im Pfarrsaal zahlreiche Bilder von Kindern, die trotz ihrer Armut durch die Hilfe aus Kolbermoor einen glücklichen Eindruck auf den Fotos machen.

In Nigeria leben 70 Prozent der Bevölkerung in Armut. Fließendes Wasser und ausreichend Nahrung sind Luxusgüter, die sich nach Mayers Schilderungen nur ein geringer Teil der Menschen dort leisten kann. Mit fast vier Millionen Aidskranken und aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung liege die durchschnittliche Lebenserwartung in Nigeria bei 49 Jahren.

Viele Kinder leben als Vollwaisen auf der Straße. Um ihnen eine Perspektive für die Zukunft und ein Zuhause zu geben, sammelt Schwester Mary in Deutschland unermüdlich für den Bau und den Unterhalt des Waisenhauses Spenden. Derzeit befinden sich noch etliche Räume des Gebäudes im Erdgeschoss im Rohbau. Auch Möbel für die Bewohner müssen noch angeschafft werden, wie die stellvertretende Fördervereinsvorsitzende berichtete.

„Schwester Mary arbeitet oft rund um die Uhr. Nur drei Stunden Schlaf in der Nacht sind für die Ordensfrau nicht selten. Trotzdem ist sie immer gutgelaunt und fröhlich“, sagte Mayer und appellierte an die Besucher, auch weiterhin zu spenden: „Denn nur durch unsere Hilfe aus Deutschland haben Schwester Mary und die Kinder Hoffnung.“

Für gute Stimmung trotz des ernsten Themas sorgten im Pfarrheim die Instrumentalgruppe „Karosono“ und die Gesangsgruppe „VoKaro“. Beide Gruppen stammen aus Großkarolinenfeld und wollten mit ihrem Engagement einen Teil zum weiteren Baufortschritt des Waisenhauses beitragen.

Dem Benefizkonzert und den Diapräsentationen schloss sich ein geselliges Beisammensein an. dli

Schwester Mary aus Nigeria ist in Kolbermoor inzwischen ein Name, den nahezu jeder kennt. Was für eine engagierte und mutige Frau dahintersteckt, wissen die wenigsten. Marianne Mayer, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins „Madonna Angels“, hat die Ordensschwester in ihrer Heimat, wo sie mit Geldern aus der Mangfallstadt und Umgebung ein Waisenhaus errichtete, besucht. Seitdem lässt sie der Gedanke an diese armen Kinder nicht mehr los.

Kolbermoor – Viele Besucher waren ins Pfarrheim der katholischen Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit zu einem Bürgernachmittag gekommen, um Schwester Mary wieder einmal in Deutschland begrüßen zu können. Gleichzeitig wollten die Besucher von Marianne Mayers Erlebnissen in Nigeria erfahren.

Anhand von vielen Bildern versuchte die im Förderverein engagierte Kolbermoorerin das Leben, Leiden und den Alltag der kleinen Heimbewohner darzustellen. Seit 2003 sammelt Schwester Mary durch den Förderverein „Madonna Angels“ mit Vorsitzendem Helmut Kaps Spenden für den Bau des einzigen Waisenhauses in ihrer Heimat, der Erzdiözese Onitsha.

Der Förderverein ist ein privat, gemeinnütziger, politisch und konfessionell unabhängiger Verein, der mit ehrenamtlichen Helfern unter der Schirmherrschaft des Kolbermoorer Bürgermeisters Peter Kloo arbeitet. Immer wieder kommt Schwester Mary, die in Nigeria sowohl den Bau kontrolliert als auch das Heim leitet, nach Kolbermoor, um durch Arbeit im Bereich der Altenpflege zusätzlich Geld für ihr Projekt zu verdienen. Außerdem versucht die Ordensschwester dabei, neue Paten für die armen Kinder in ihrer Heimat zu gewinnen.

Wie wichtig solche Patenschaften für die kleinen Heimbewohner (momentan sind 27 Kinder dort untergebracht) sind, stellte Marianne Mayer im Pfarrheim heraus: Allein das Schulgeld pro Kind beträgt sieben Euro im Monat. Neun Helfer hat Schwester Mary derzeit im Heim beschäftigt. Sie verdienen 30 Euro im Monat. „Obwohl sie Tag und Nacht arbeiten, sind sie glücklich, hier ein Dach über dem Kopf zu haben“, erzählte Mayer.

Einen glücklichen Eindruck auf den Bildern der Kolbermoorerin machten auch alle Kinder, darunter drei an Aids erkrankte Babys. Welch schlimme Schicksalsschläge sich hinter den deutschen Namen wie Paul, Magdalena oder Peter verbergen, auch davon wusste Mayer zu berichten. Oft handle es sich bei den Sprösslingen um ungewollte Kinder, die von vergewaltigten, verstoßenen oder äußerst armen Müttern geboren und ausgesetzt wurden.

In Nigeria gibt es weder eine Krankenversicherung noch eine Rentenvorsorge oder staatliche Unterstützung. Deshalb setzen die verzweifelten Frauen oder Familien häufig ihre Kinder aus Armut auch einfach im Straßengraben aus, wie Marianne Mayer erzählte. Im Heim und bei Schwester Mary gehe es den Kleinen sehr gut, wie sich die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins selbst bei ihrem Besuch im vergangenen Jahr vor Ort überzeugen konnte. Die Mädchen und Buben bekommen dreimal am Tag eine Mahlzeit, leben in einer glücklichen Gemeinschaft, besuchen ab zwei Jahre einen Kindergarten und ab vier Jahre die Schule.

Höhepunkt des Jahres ist für den Nachwuchs der Kindergeburtstag, denn dann gibt es ausnahmsweise einen leckeren Kuchen, Fanta, Cola und kleine Geschenke, die oft von Einheimischen vorbeigebracht werden. „Das Heim gewinnt mehr und mehr Ansehen in der Bevölkerung. Besuche wie etwa der vom Bürgermeister stehen inzwischen auf dem Programm. Leider haben die Gäste nie Geld dabei, sondern bringen Geschenke wie Reis, Kleidung, Spielsachen oder Kloopapier mit“, sagte Mayer.

Schwester Mary ist um jede Gabe froh, die ihren kleinen Schützlingen das Leben im Heim erleichtert. Über sechs erfolgreiche Adoptionen konnte sich die Ordensschwester im Laufe der vergangenen Jahre freuen. Zudem hätten auch Mütter ihre Kinder nach einiger Zeit wieder zu sich geholt, als sich ihre Lebensumstände verbessert hatten.

Derzeit ist im Heim die Freude über eine schöne, neue Küche groß. Sie wurde alleine mit Spendengeldern aus Kolbermoor finanziert. Mit Unterstützung der Religionslehrerin Irmi Glas konnte bereits zweimal in den letzten Jahren ein Spendenlauf zugunsten des Projekts „Madonna Angels“ an der Adolf-Rasp-Schule organisiert werden. Beim letzten Lauf 2011 „erliefen“ die Schüler 8000 Euro, wovon die Küche von einem einheimischen Schreiner gebaut wurde. Beim ersten Spendenlauf, der sogar 11000 Euro einbrachte, konnten vor einigen Jahren die Türen und Fenster für das Waisenhaus gekauft werden.

Das Leben in Nigeria bezeichnete Marianne Mayer in ihrem Vortrag „als hart und entbehrungsreich“. Umso beeindruckter war die Kolbermoorerin von dem unermüdlichen Einsatz Schwester Marys für „ihr Haus und ihre Kinder“, die sie nach einem Spruch Mutter Teresas erzieht: „Kinder sind Gottes schönstes Geschenk. Jedes Kind hat ein Recht auf die Welt zu kommen, ob es erwünscht ist oder nicht.“

Einen Erlös von 4651,96 Euro brachte der Frühlings- und Os­termarkt in der Luitpold-Grundschule Bad Aibling. Dieser kommt dem Waisenhaus von Schwester Mary in Nigeria zu­gute. Anfang des Schuljahres 2017/18 hatte Schwester Mary alle Klassen der Schule besucht und den Kindern einen Überblick darüber gegeben, was sich im Waisenhaus in Ni­geria alles getan hat. Sie tanzte auch mit den Schülern zu afrikanischer Musik. Nun war eine Woche lang für den Früh­lings- und Ostermarkt eifrig gebastelt, geköchelt und gewerkelt worden. Dabei entstanden lauter kleine Kostbarkei­ten, die die Klassen dann in der Schule verkauften: Oster­kränze und -eier, Anhänger, Dekorationen für innen und außen, Grußkarten, natürliche Pflegeprodukte mit Zutaten aus dem Schulgarten und vieles mehr. Der Elternbeirat sorg­te für die Verpflegung in Form von selbst gemachten Ku­chen und Fingerfood, kalten Getränken und Kaffee. Der Frühlings- und Ostermarkt selbst lockte zahlreiche Besucher an, die kaufkräftig im.Schulhaus unterwegs waren. – Artikel Mangfallbote Ostern 2018

Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule
Frühlings- und Ostermarkt der Luitpoldschule

Wenn man die zahlrei­chen wohltätigen Pro­jekte aufzählt, die in Kolbermoor laufen oder von Kolbermoor aus un­terstützt werden, so sieht man die überaus große Hilfs- und Spen­denbereitschaft der Be­völkerung. Eines dieser Projekte hat sich in letz­ter Zeit ganz besonders erfreulich entwickelt: das Waisenhaus von Schwester Mary Augus­tina Uyanne in Atani/Nigeria, das von För­derverein „Madonna Angels“ von hier aus unterstützt wird.
VON LEONHARD SEDLBAUER

Kolbermoor – Das Projekt hatte im Jahr 2003 seinen Anfang genommen. Nach der Gründung des Fördervereins und der Ubernahme der Schirmherrschaft des Projek­tes durch Bürgermeister Pe­ter Kloo waren noch viele Probleme zu lösen und auch Rückschläge hinzunehmen, ehe im Jahr 2014 die Einwei­hung des Hauses stattfinden konnte. Auch weiterhin sind jedoch viel Arbeit und Geld zu investieren, um einen Weiterbetrieb des Waisen­hauses garantieren zu kön­nen. Daher ist es Schwester Mary und ihrem Team vom Förderverein immer ein An­liegen, die Spender und Interessierten aus Kolbermoor und Umgebung über den Fortgang des Projektes zu in­formieren. Ein solcher Info­nachmittag fand jetzt wieder im Pfarrsaal der Heiligen Dreifaltigkeit statt.
Vorsitzender Helmut Kaps hatte dazu die überaus zahl­reich erschienenen Förderer und Besucher, unter ihnen auch Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand, begrüßt, be­vor die Zweite Vorsitzende der „Madonna Angels“, Ma­rianne Mayer, erklärte, war­um im vergangenen Jahr kein Infonachmittag stattfinden konnte: Bedingt durch eine Falschanzeige wurden Schwester Mary und ihre Mitarbeiter in einer Nacht­und-Nebel-Aktion im vergangenen Jahr verhaftet, das Heim wurde geräumt. Nur durch die tatkräftige Hilfe von Freunden und Verwand­ten vor Ort konnte Schlim­meres verhindert werden. In­zwischen sei die Verleum­dung von den Behörden glücklicherweise als solche erkannt worden und die Re­gierung habe die Erlaubnis zum Weiterbetrieb des Wai­senhauses gegeben.
Marianne Mayer berichtete dann in einem ausführlichen Lichtbildervortrag über die aktuelle Situation. Zurzeit beherbergt das Haus insge­samt 34 Kinder, vom Säug­ling bis zum Jugendlichen. Mittlerweile würden auch oft junge Schwangere aufgenom­men, die von ihren Familien verstoßen wurden und die in ihrer Heimat sonst keine Möglichkeiten hätten, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Durch den Einsatz von Schwester Mary, ihren Hel­fern und einer Hebamme, die für das Heim arbeitet, könne eine Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet wer­den. Zwar mache die in Afri­ka allgemein hohe Säuglings­sterblichkeit auch vor dem Waisenhaus nicht halt, es konnten durch die guten hy­gienischen Standards und die Betreuung jedoch schon viele Kinder gesund aufwachsen. Diese wurden teilweise über Jahre betreut und sind heute nicht selten tatkräftige Mitar­beiter des Hauses.

Freuten sich über den Erfolg in Nigeria - und das große Interesse im P1arrsaal Heilige Dreifaltigkeit. Unser Bild zeigt (von links) Marianne Mayer, Sabine Kaps, Helmut Kaps, Pfarrer Scheurenbrand, Schwester Mary und lrmi Glas. Das Ehe­paar Kaps, Marianne Mayer und lrmi Glas bilden die Vorstandschaft des Fördervereins.
Freuten sich über den Erfolg in Nigeria – und das große Interesse im P1arrsaal Heilige Dreifaltigkeit. Unser Bild zeigt (von links) Marianne Mayer, Sabine Kaps, Helmut Kaps, Pfarrer Scheurenbrand, Schwester Mary und lrmi Glas. Das Ehe­paar Kaps, Marianne Mayer und lrmi Glas bilden die Vorstandschaft des Fördervereins. – Foto Sedlbauer

Neben einem Waisen- und Kinderheim, einem Geburts­- und einem Frauenhaus ist die Einrichtung aber längst auch eine Anlaufstelle für die vielen Armen der Region geworden. Einmal in der Wo­che veranstaltet Sschwester Mary mit vielen Unterstüt­zern auch eine Armenspei­sung in den Nachbargemein­den. Für Kinder, die im Heim gelebt haben und die nun wieder bei ihren Familien wohnen, wird darüber hin­aus das für viele Nigerianer nicht aufzubringende Schul­geld bezahlt.

Viele berührende Einzel­schicksale steckten hinter den Bildern, die den Teilneh­mern der Versammlung ge­zeigt wurden, aber es gab auch ermutigende Berichte über Hilfen, die in vielen Fäl­len erfolgreich waren. Dass solche Hilfen auch in Zu­kunft übernommen werden können, dafür sorgen die vie­len Spender aus Kolbermoor, die teilweise auch symboli­sche Patenschaften für Kin­der aus dem Waisenhaus übernommen haben.
Dass mit der Hilfe der Kol­bermoorer über die Jahre die stolze Summe von 300 000 Euro zusammengebracht werden konnte und somit das einzige Waisenhaus in ganz Nigeria, das europäi­sche Standards hinsichtlich Hygiene und Versorgung er­füllt, errichtet werden konn­te, hob Schwester Mary im Gespräch mit Besuchern im­mer wieder mit besonderem Dank hervor. Um auch in an­deren Regionen diese Ent­wicklung voranzutreiben, wurde in Nigeria eigens ein Waisenhausverband gegrün­det, dessen Vorsitzende Schwester Mary seit einiger Zeit ist.
,,Ein Kind zu retten, be­deutet die Welt zu retten!“: Diesen Ausspruch von Fjo­dor Dostojewskij haben sich die Mitglieder des Förderver­eins zum Motto gemacht. Die ,,Madonna Angels“, ihr Pro­jekt und alle Kolbermoorer mit ihren Spenden setzen, das wurde bei dieser Veran­staltung deutlich, wirksam in die Tat um, was in der heuti­gen Zeit immer mehr an Be­deutung gewinnt. Sie leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“ – und bekämpfen damit die Armut als eine der häufigsten Fluchtursachen.

Eine Sendung moderiert von Carolin Reiber mit Themen Rund um das Mangfallgebirge und den Wendelstein.

Am 13.4.2011 wird im Bayerischen Fernsehen die nächste Sendung in Rahmen der Reihe Bayerntour um 20.15 Uhr zur besten Sendezeit ausgestrahlt.

Vor ca. 2. Wochen klingelte bei uns das Telefon und Herr Kolb vom BR-Redaktionsteam dieser Sendung bat uns überraschend, mit Schwester Mary ins Panoramarestaurant auf dem Wendelstein zu kommen. Die Redaktion ist beim Themensammeln für Beiträge zur Sendung mit besonderen Menschen und Aktionen in der Gegend am Fuße des Wendelsteines auf einen Artikel der Mangfall-Redaktion des Oberbayerischen Volksblattes gestoßen, der am 24.12. 2010 über das Waisenhausprojekt und seinen inzwischen beachtlichen Fortschritt in Nigeria berichtete. Das BR-Team hatte auch erfahren, dass sich Mary zur Zeit wieder in Kolbermoor aufhält und möchte ein persönliches Interview mit Mary und jemand aus unserem Unterstützungsverein machen.

Etwas aufgeregt und mit Lampenfieber trafen sich Sr. Mary, Sabine und Helmut Kaps an der Talstation Brannenburg der Wendelstein Zahnradbahn am Freitag dem 1.April mit dem Bayerntourteam und fuhren bei strahlendem Sonnenschein in einem vom BR arrangierten Sonderzug, voll mit den anderen Teilnehmern der Sendung am späten Nachmittag Richtung Aussichtsplattform und Bergrestaurant.

Das Team um Moderatorin Carolin Reiber war schon vorausgefahren und begrüßte uns persönlich bei herrlichem Ausblick herunter auf unsere heimatliche Gegend. Nach den ersten Informationen zum geplanten Interview wurden Mary und Sabine telegen von den Maskenbildnern geschminkt und vom Team in den Verlauf der Aufzeichnung eingeweiht. In geselliger Runde zwischen den anderen Mitwirkenden der Sendung, gemütlich bei einer Erfrischung und bestem Blick auf das Bergpanorama des Mangfallgebirges konnten wir die Entstehung einer Fernsehsendung live miterleben und warteten auf den Einsatz.

Unter der professionellen Leitung des Regisseurs und der großen Erfahrung von Carolin Reiber wurde das Interview aufgezeichnet. Durch die freundliche und lockere Art der Fernsehprofis wich schnell das Lampenfieber und ein locker wirkendes Gespräch der 3 Damen war das Ergebnis, durch das alle Zuseher interessante Details aus dem Mund von Sr. Mary und Sabine erfahren werden. Nach Ende der Aufzeichnung konnten wir ein Erinnerungsfoto mit Mary, Carolin Reiber und Sabine machen, das wir auch für unsere weitere Öffentlichkeitsarbeit verwenden können. Frau Reiber sagte, für Sie sei es eine Selbstverständlichkeit so ein Projekt unterstützen zu können und das gesamte Redaktionsteam bedankte sich bei uns, dass wir an der Sendung teilgenommen haben. Im Gegenzug bedankten auch wir uns, dass uns das Bayerische Fernsehen diese einmalige Gelegenheit geboten hat, uns öffentlich so positiv präsentieren zu können.

Nach dem überwältigenden Blick in einen blutroten Sonnenuntergang über der Bergwelt des Wendelsteins, den man nur an einzelnen Tagen in den Bergen erleben kann, sind alle in einer gut gelaunten Runde wieder mit der Zahnradbahn talwärts gefahren.

Mit Hilfe des Kolbermoorer Fördervereins kommt Schwester Marys Waisenhaus in Nigeria Schritt für Schritt voran

Kolbermoor – Nachdem Schwester Mary im Dezember 2008 mit vielen guten Wünschen und Spendengeldern nach Nigeria zurückgekehrt war, hat sie mit ganzer Kraft die Fertigstellung des seit langem geplanten Waisenhauses in Angriff genommen. Obwohl sie bis auf die Unterstützung ihrer Familie völlig auf sich allen gestellt war, schaffte sie es, ein Stockwerk im Waisenhaus komplett fertig zu stellen. Mittlerweile sind alle Fenster und Türen eingebaut, es ist alles verputzt, es sind Treppengeländer und Schutzgitter angebracht. Die Umgrenzungsmauer ist auch zu Hälfte fertig gestellt.

Wie der Kolbermoorer Förderverein „Madonna Angels“ berichtet, bekommt Schwester Mary von der reichen Bevölkerungsschicht in Nigeria keinerlei Unterstützung; außerdem war sie schwer erkrankt.

Als großes Glück beschreibt sie aber nun die Geburt des ersten Kindes im Waisenhaus Madonna Angels. Ein 17-jähriges Mädchen, das wegen der Schwangerschaft von seiner Familie verstoßen wurde, wandte sich an Schwester Mary und wurde im Waisenhaus aufgenommen. Mit Hilfe einer Hebamme und Schwester Mary brachte sie einen gesunden Buben zur Welt, der auf den Namen Peter getauft wurde. Er wird derzeit in Marys Abwesenheit von Marys Familie versorgt, da seine Mutter mittlerweile wieder verschwunden ist. Für den Unterhalt kommt momentan Schwester Mary selbst auf.

„Unser Bürgermeister Peter Kloo, der dem Förderverein auch verbunden ist, wird durch eine Spende für die Versorgung des kleinen Peter für das nächste Jahr sorgen“, erklärte der Verein. Schwester Mary ist für kurze Zeitnach Deutschland zurückgekehrt, um hier zu arbeiten und wieder Geld zu verdienen, da im Waisenhaus noch so vieles fehlt und zu machen ist. Auch bat sie den Förderverein und die Bevölkerung um Mithilfe.

Im Januar 2010 wird in der Kirche Wiederkunft Christi eine Ausstellung vorbereitet, mit Bildern und Berichten über den Fortschritt im Waisenhaus. Sicherlich wird es auch einige Aktionen geben, damit Mary im Frühjahr 2010, wenn sie nach Nigeria zurückkehrt, wieder weitermachen kann. re